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Die Gründung fand am 1.November 1882 statt. Sie erfolgte in einer Intressengemeinschaft mit dem zuvor gegründeten Turnverein. Die sogenannte "Turnerfeuerwehr" setzte sich aus folgenden Abteilungen zusammen:

Turnerabteilung Die leistungsfähigen Turner hatten für Löschwasser, Pumpen- und Ordnungsdienst Sorge zu tragen.
Steigerabteilung Ihre Hauptaufgabe war die Rettung von Mensch, Vieh und Sachwerten. Zudem mussten sie einsturzgefährdete Ruinenteile einreißen.
Kufenabteilung Sie sorgten mit ihren zweirädrigen Wasserbehältern für den Wassertransport zur Einsatzstelle.
Spritzenmannschaft Primäre Aufgabe war das Löschen des Brandes und das Verhindern des Wiederaufflackerns.
Ordnungsmannschaft Diese Mannschaft sorgte für die Absperrung und Ordnung an der Einsatzstelle.

Die aufopferungsvolle Tätigkeit dieser Männer wurde zum Vorbild und bald hatte die Feuerwehr 247 Mitglieder, die nicht nur turnten und Feuerwehrdienst versahen, sondern auch echte Kameradschaft pflegten.
Mit der Errichtung einer Pumpstation und eines Wasserleitungsnetzes mit Unterflurhydranten in den Jahren nach 1906 und der fortschreitenden Technisierung im Feuerlöschwesen (1909 in Nürnberg Vorstellung einer mechanischen Feuerlöschpumpe mit Explosionsmotor) wurde eine Neuregelung der Feuerwehr notwendig.
Am 18.Juni 1910 wurde die Intressengemeinschaft "Turnfeuerwehr" aufgelöst. Hieraus entstand die Freiwillige Feuerwehr Haltern. Die Trägerschaft und damit auch die Finanzierung übernahm ab diesem Zeitpunkt die Stadt Haltern. Bisher hatten die Turner ihre Ausrüstung und die Geräte selbst finanziert.
Nach der Neuorganisation hatte die Freiwillige Feuerwehr nur noch 50 Mitglieder, während die "Turnfeuerwehr" eine Stärke von 250 Mann bis dahin hatte.


Hydranten-Abteilung 1922

Der Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg
Der Ausgang des Zweiten Weltkrieges blieb nicht ohne Einfluss auf die alte Feuerwehrstruktur. Die aktiven Wehrmänner standen an der Front oder waren zu zivilen Diensten verpflichtet. Für sie mussten die alten Kameraden, die als Veteranen der Wehr seit Jahren inaktiv waren, erneut zum Feuerwehrdienst herangezogen werden. Als am 21 März 1945 in Haltern ein massierter Bombeneinsatz große Teile der Stadt zerstörte, wurde auch der Mannschaftswagen, der Stolz der Wehr, vollständig zerstört. Ein weiteres Fahrzeug (LF15) wurde vollständig ausgeraubt. Ein drittes Fahrzeug (LF8) wurde gestohlen, aber auch zahlreiche Kleingeräte waren zerstört oder auch gestohlen.

Nach den Krieg begann der Wiederaufbau der Wehr. Als erstes Fahrzeug erhielt sie ein LF25 aus Heeresbeständen zugeteilt. Bald waren auch wieder dienstbereite Männer zusammen. In den Jahren des Wiederaufbaues stellte sich auch die Notwendigkeit der erforderlichen Unterbringung der Löschfahrzeuge und -geräte ein. 1949 gelang es der Stadt ein geeignetes Grundstück zu erwerben. Am 25. Januar 1951 erfolgte die Grundsteinlegung. Am 28. Juni 1957 bezog die Wehr dann das Gerätehaus an der Koeppstraße. In den Nachkriegsjahren wurde die Wehr durch die zahlreichen Wald- und Heidebrände sehr gefordert. Die fortschreitende technische Entwicklung sowie die Zunahme der Einsätze zwang die Stadt Haltern, die notwendige Ausrüstung an Fahrzeugen und Geräten fortlaufend zu ergänzen.

Kommunale Neuordnung 1975
Das Jahr 1975 brachte durch die Kommunale Neuordnung auch für unsere Wehr einige Veränderungen. Aus der Feuerwehr "Stadt" und "Amt" Haltern sowie "Flaesheim" wurde die "Freiwillige Feuerwehr Haltern" mit ihren 6 Löschzügen gebildet. Seit dieser Zeit trägt der Löschzug "Haltern-Mitte", bedingt durch die zentrale Lage und seine technische Ausrüstung, die Hauptlast der Einsätze in der neuen Großgemeinde, insbesondere bei den Aufgaben "Retten" und "Bergen". 1981 konnte der in Eigenleistung "Neu" ausgebaute Schulungsraum mit angebauter Küche in Betrieb genommen werden. Seit dem 01. Oktober 1977 ist die hauptamtliche Feuer- und Rettungswache ebenfalls in dem Gebäude an der Koeppstraße untergebracht, welche "rund um die Uhr" besetzt ist.


Löschzug Mitte im Jubiläumsjahr 1982

Im Rahmen einer Festwoche vom 15.-24. Mai 1982 feierte der Löschzug Mitte gemeinsam mit dem ATV und dem TUS Haltern, welche alle aus dem Turnverein hervorgegangen sind, das 100-jährige Bestehen.


Löschzugführung im Jubiläumsjahr 1982

In den Jahren 1981-1983 wurde das Gerätehaus an der Koeppstraße erweitert und ausgebaut.Zudem entstand dort die Einsatzzentrale für die Hauptamtlichen Kräfte. Im Jahr 1982 wurden die ersten Funkmeldeempfänger zur stillen Alarmierung der Feuerwehrleute angeschafft. Diese Gerätegeneration wurde 1997/1998 durch neue Technik (Digital) ersetzt.

Die Einsatzzentrale ist seit November 2002 so gut wie stillgelegt, da die Alamierung der Löschzüge jetzt über die neue Kreisleitstelle in Recklinghausen läuft.


Das Gerätehaus des Löschzuges Haltern-Mitte heute in der Frontansicht